Stipendien der Stiftung ZURÜCKGEBEN vergeben – 2026 werden fünf Projektförderungen an in Deutschland lebende Jüdinnen vergeben - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 7/12/5786 - Beitrag vom 16.02.2026


Stipendien der Stiftung ZURÜCKGEBEN vergeben – 2026 werden fünf Projektförderungen an in Deutschland lebende Jüdinnen vergeben
AVIVA-Redaktion

Musik, Film, Workshops. Die "Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft" gibt die Stipendiatinnen im Jahr 2026 bekannt: Sam Frons, Sara Klatt, Shani Oshri, Rita Ostrovska, Daliah Ziper. Mehr zu ihren Projekten und zu ehemaligen Stipendiatinnen der Stiftung Zurückgeben im Beitrag auf AVIVA-Berlin.




Die Stipendiatinnen der Stiftung ZURÜCKGEBEN im Jahr 2026 im Überblick

Die Kunsttechnologin Sam Frons (Berlin) erhält eine Förderung für das multimediale wirtschaftsgeschichtliche Projekt "Verschwunden, nicht Vergessen: Kartierung des ausgelöschten wirtschaftlichen Erbes des jüdischen Berlins". Die dreiteilige Initiative verbindet eine interaktive Webplattform zur Kartierung der systematischen Zerstörung jüdischer Unternehmen, Gedenktafeln aus Messing an ehemaligen Standorten und modulare Museumsausstellungen.

Die Fotografin und Judaistin Sara Klatt (Berlin) wird für ihr Buchprojekt "Jüdische Fotografie im Kontext der Shoah´ - Kultureller Widerstand als Form der Amidah" gefördert. Im Buch sollen jüdische Fotograf:innen in ihren Lebensrealitäten im Kontext der Shoah und mit ihren Werken vorgestellt werden. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk dem jüdischen fotografischen Blick auf die Shoah als kulturellem Widerstand gegen den Täter:innenblick.

Die Sängerin Shani Oshri (Berlin) erhält eine Förderung für ihr Konzertprojekt "YUMA. Die verlorene Stimme jemenitisch-jüdischer Frauenlieder". Mit ihrem Projekt will Shani Oshri einer jüdisch-femininen Musiktradition einen würdigen Platz einräumen. Lieder, die über Generationen nur privat gesungen wurden, werden erstmals öffentlich – und in zeitgenössischer Bearbeitung für Streicher, Percussion und Gesang – präsentiert.

Die Fotografin Rita Ostrovska (Kassel) wird für das Buchprojekt "Fünf jüdische Schtetl in der Ukraine – Fotografische Erkundungen einer untergegangenen Welt" gefördert. Mit ihren Fotografien dokumentiert Rita Ostrovska das jüdische Leben in fünf ukrainischen Städten zwischen 1989 und 2001. Dabei zeigt sie, dass es bis in die frühen 1990er Jahre, trotz Shoah und Antisemitismus, traditionelles jüdisches Leben in der Ukraine gab. Die Fotografien aus den Jahren 2000 und 2001 verdeutlichen, wie sehr die Emigration von Jüdinnen und Juden in die USA, Israel und Deutschland das jüdische Leben in diesen Orten veränderte.

Die Filmemacherin Daliah Ziper (Frankfurt a. M.) erhält eine Förderung für ihr Filmprojekt "Towards the Light – Hommage an Hilde Holger". In der Kurzfilm-Trilogie beleuchtet Daliah Ziper das Leben und Wirken der jüdischen Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Hilde Holger (1905-2001). Die drei Städte Wien, Mumbai und London prägten die Pionierin des Inklusiven Tanzes. Drei Lebensrealitäten prägten ihr Schaffen: als Jüdin, Geflüchtete und Mutter. Die Trilogie widmet sich neben dem Leben und Werk Hilde Holgers auch drei aktuellen Themen: Verfolgung, Diskriminierung und Inklusion.

Stiftung ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft

"Zurückgeben" heißt auf Hebräisch "לתת - חזרה" (Latet-Hasarah).

Als einzige Institution in Deutschland fördert die Stiftung explizit in Deutschland lebende jüdische Frauen in Kunst und Wissenschaft mittels der Vergabe von Stipendien für ihre Projektvorhaben. Eine ebenfalls aus jüdischen Frauen bestehende Jury wählt jährlich aus den zahlreichen qualifizierten Anträgen aus. Die Stipendien werden altersunabhängig an Wissenschaftlerinnen, Filmemacherinnen, Dramaturginnen, Künstlerinnen und Schriftstellerinnen vergeben. In den vergangenen Jahren konnten insbesondere Dissertationen, wissenschaftliche Rechercheprojekte und künstlerische Projekte gefördert werden, die sich mit der Shoah aus der Perspektive des transgenerationellen, biographischen Bezugs der Stipendiatinnen befassen.

1994 wurde die Stiftung ZURÜCKGEBEN von einer Gruppe von jüdischen und nicht-jüdischen Frauen in Berlin gegründet. Zu den Initiatorinnen zählt Hilde Schramm, Tochter von Albert Speer, dem "Architekten Hitlers". Bei den Erbschaften, die sie von ihrem Vater gemacht hatte, handelte es sich unter anderem um Raubgut aus ehemals jüdischem Besitz. Trotz intensiver Recherche gelang es ihr nicht, dessen ursprüngliche Besitzer*innen ausfindig zu machen. Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, bildete der Erlös der Verkäufe des Erbes das Gründungskapital der Stiftung ZURÜCKGEBEN. Seither finanziert sich die Stiftung ZURÜCKGEBEN ausschließlich durch Spenden.

Unterstützen auch Sie die Stiftung ZURÜCKGEBEN mit einer Spende, damit auch zukünftig Stipendien an jüdische Frauen vergeben werden können!

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich außerdem, wenn Sie in Ihren Netzwerken und/oder Medien über die Stiftung ZURÜCKGEBEN und die von ihr geförderten Projekte und die Stipendiatinnen berichten. Gern vermittelt die Stiftung ZURÜCKGEBEN Interviews mit den Stipendiatinnen, den Vorstandsfrauen sowie den Gründungsmitgliedern der Stiftung. Bitte richten Sie Ihre Anfragen per E-Mail direkt an die Stiftung.

Für weitere Informationen:

ZURÜCKGEBEN
Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft

Merseburger Straße 3
D-10823 Berlin
E-Mail: info@stiftung-zurueckgeben.de

Mehr zur Stiftung ZURÜCKGEBEN, den Stipendiatinnen und ihren Projekten finden Sie unter: www.stiftung-zurueckgeben.de sowie www.facebook.com/zurueckgeben

Anträge für Projektförderungen für das Jahr 2027 werden voraussichtlich ab Ende März 2026 auf den Webseiten der Stiftung ZURÜCKGEBEN bekanntgegeben.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Stipendien der Stiftung ZURÜCKGEBEN vergeben – 2025 erhalten 5 Jüdinnen Projektförderungen
Musik, Film, Workshops. Die "Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft" gibt die Stipendiatinnen im Jahr 2025 bekannt: Dana Barak, Yael Gat, Tetyana Gryniva, Natalia Sinelnikova, Sonja Smolenski.

Stipendien der Stiftung ZURÜCKGEBEN vergeben – 2024 erhalten 13 Jüdinnen Projektförderungen
Literatur, Film, Theater, Illustration, Recherche. Die "Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft" gibt die Stipendiatinnen 2024 bekannt: Alexandra Brjezovskaia, Daria Chernyak, Ella Cohen, Alma Cohen-Alloro, Liat (Allex.) Fassberg, Tanja Krüger, Julia Lerner, Eva Lezzi, Esther Melchior, Lee Nechushtan, Johanna Rubinroth, Elena Solominski, Dana von Suffrin.

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – 2023 erhalten sieben jüdische Frauen ein Stipendium
Die Stiftung ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft gibt ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2023 aus den Bereichen Literatur, Film, Theater, Illustration und Kultur bekannt. Projektförderungen in der Gesamthöhe von 30.000 Euro erhalten: Lena Gorelik (München), Liora Hilb (Frankfurt a. M.), Alica Khaet (Halle), Darja Lewin (Berlin), Yael Peri (Berlin), Sharon Ryba-Kahn (Berlin) und Katharina Hadassah Wendl (Berlin).

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – 2022 erhalten sieben jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium
Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich, ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2022 bekannt geben zu können, die Projektförderungen erhalten haben: Anat Manor, Dr. Jael Geis, Esther Zimmering, Viktoria Lewowsky, Marija Petrovic, Ofri Lapid und Sarai Meyron. Mazal tov! Mehr zu den Stipendiatinnen, ihren Projekten und zur Stiftung ZURÜCKGEBEN hier auf AVIVA-Berlin.

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – 2020 erhalten zehn jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium
Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich, ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2020 bekannt geben zu können, die Projektförderungen in Gesamthöhe von 30.050 Euro erhalten haben: Noa Heyne, Zehava Khalfa, Shlomit Lasky, Tatjana Moutchnik, Anna Nero, Rebeca Ofek, Slata Roschal, Sharon Ryba-Kahn, Maria Winiarski und Rachel Wells. Mazal tov! Mehr zu den Stipendiatinnen, ihren Projekten und zur Stiftung ZURÜCKGEBEN hier auf AVIVA-Berlin.

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – 2019 erhalten 16 jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium
Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich, ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2019 bekannt geben zu können, die Projektförderungen in Gesamthöhe von 35.000 Euro erhalten haben: Dr. Ruth Zeifert, Dr. Yael Almog, Reut Shemesh, Shlomit Tulgan, Marina Rosemann, Yael Peri, Rahel Melis, Tama Tobias-Macht, Viktoria Lewowsky, Sofia Sokolov, Atalya Laufer, Salit Krac, Clara Henssen, Olga Grigorjewa, Gali Blay und Dr. Hila Amit. Mazal tov! Mehr zu den Stipendiatinnen, ihren Projekten und zur Stiftung ZURÜCKGEBEN hier auf AVIVA-Berlin.

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – 2018 erhalten 17 jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium
Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich, ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2018 bekannt geben zu können, die Projektförderungen in der Gesamthöhe von 20.000 Euro erhalten haben: Si Wachsmann, Dina Velikovskaya, Anja Schindler, Nataly Elisabeth Savina, Ella Ponizovsky Bergelson, Deborah Petroz-Abdeles, Miriam Pelzman, Dr. Janine Cunea. Ewa Einhorn. Alexandra Elkonina. Lau Feldstain. Adi Halfin. Sapir Heller. Gabriela Hermer. Valeria Livshits. Yael Nachshon Levin. Ella Ponizovsky Bergelson.

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – im Jahr 2017 erhalten fünf jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium
Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich, ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2017 bekannt geben zu können, die Projektförderungen in der Gesamthöhe von 20.000 Euro erhalten haben: Tal Alon, Gamma Bak, Lee Meir, Maria & Natalia Petschatnikov und Donna Swarthout.

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördert Jüdisches Leben in Deutschland – im Jahr 2016 erhalten fünf jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium
Informationen zu den vielfältigen wissenschaftlichen und künstlerischen Projekten sowie zu deren engagierten Initiatorinnen und zur Stiftung ZURÜCKGEBEN hier auf AVIVA-Berlin. Unterstützen Sie die Stiftung, damit weitere Stipendien an jüdische Frauen vergeben werden können.

Stiftung ZURÜCKGEBEN und Stiftung EVZ fördern jüdisches Leben in Deutschland – im Jahr 2015 erhalten 13 jüdische Frauen aus Kunst und Wissenschaft ein Stipendium

Jüdische weibliche Identitäten sichtbar machen
Am 17. November 2016 fand die Vorstellung der Stipendiatinnen der Stiftung ZURÜCKGEBEN aus dem Förderzweig "Jüdische weibliche Identitäten heute" in den Räumen der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) statt. Alle neun Stipendiatinnen werden ausführlich in einem Katalog vorgestellt, der von Sharon Adler und Judith Kessler mit Unterstützung der Stiftung EVZ erstellt wurde. Dieser Katalog beschreibt auf mehr als 40 Seiten nicht nur die Projekte und Intentionen der Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, sondern eröffnet außerdem den Blick auf biografische Details und die ganz persönlichen jüdischen Identitäten der vorgestellten Frauen. Der Katalog ist kostenlos erhältlich.

25 Jahre Stiftung ZURÜCKGEBEN
Seit einem Vierteljahrhundert fördert die Stiftung ZURÜCKGEBEN als einzige Institution in Deutschland explizit jüdische Frauen in Kunst und Wissenschaft. 1994 wurde sie gegründet, ein Jahr später konnten die ersten Fördermittel vergeben werden. Seitdem hat ZURÜCKGEBEN etwa 180 Projekte mit weit über einer halben Million Euro finanziell unterstützt. Mehr zu den Stipendiatinnen, ihren Projekten und zur Stiftung ZURÜCKGEBEN hier auf AVIVA-Berlin.

Stiftung ZURÜCKGEBEN, 01.01.2026


Jüdisches Leben

Beitrag vom 16.02.2026

AVIVA-Redaktion